Umbau und Sanierung Psychiatriezentrum
Gebäude 80/82, Rheinau
Gebäude 80/82, Rheinau
Bauherrschaft: Baudirektion Kanton Zürich
Kenndaten: Wettbewerb auf Präselektion 2008 -- 4. Preis
Projektteam: amrein giger architekten -- Wymann Architektur
Das Gebäude 80/82 wurde in den Jahren 1916 bis 1919 nach den Plänen des Kantonsbaumeisters Hermann Fietz als zweite Etappe der Pflegeanstalt Neu-Rheinau gebaut.
Die Fassaden werden in den wesentlichen Teilen in ihren originalen Zustand zurückgebaut, insbesondere was Vordächer, Terrassen und Fensterteilung anbelangt. Ein neues mit Kupferblech verblendetes Vordach ersetzt die
fremd und unadäquat wirkende bestehende Metallkonstruktion des Haupteingangs. Gleichzeitig wird auch der ursprüngliche Zustand mit ebenerdigem Zugang wieder hergestellt. Von der hohen Eingangshalle sind die einzelnen
Stationen sowie die stationsübergreifenden Räume direkt mit einem Lift erschlossen. Auch die nachträglich angefügten Terrassen zum Hof werden abgebrochen und durch zwei freistehende Lauben ersetzt. Die neuen
Holzfenster stellen die ursprünglich vorhandene Fensterteilung wieder her. Die vier Massnahmestationen für die forensische Psychiatrie sind in den beiden Ost- und Westflügeln auf zwei Geschossen untergebracht.
Alle Stationen haben über die beiden zweigeschossigen Neubauten Zugang zum Hof. Die freistehenden Lauben enthalten neben den Treppen für jede Station auch ein Gartenzimmer. Sie sind mit einem filigranen, durchbrochenen
Geflecht bekleidet und bieten einen intimen geschützten Bereich, der gleichzeitig Ein- und Ausblicke ermöglicht. Die Gartenzimmer vermitteln zwischen Station und Hof zwischen innen und aussen.
Mitten im Hof stehen Baumgruppen, die von grünen Inseln eingefasst werden. Die umlaufenden chaussierten Flächen schliessen an die bestehenden Gebäude an. Auf der offenen Seite zur Landschaft hin wird der Innenhof durch einen Zaun abgeschlossen, der das Geflecht der beiden Lauben wieder aufnimmt und weiterspinnt. Die Gebäudehülle bleibt weitgehend unangetastet. Zur energetischen Sanierung trägt wesentlich die gute Wärmedämmung des Dachstuhls, die Dämmung der Decke über dem Untergeschoss sowie der Ersatz der bestehenden Fenster durch Holzfenster mit Isolierverglasung bei. Der Wärmedurchgang der Fenster wird zudem durch innen liegende wärmegedämmte Futter vermindert. Mit diesen einfachen Massnahmen kann auf eine aufwändige Wärmedämmung des Mauerwerks verzichtet werden. Ausdruck und Charakter der Fassade bleiben vollständig erhalten. Gleichzeitig werden die Anforderungen des Minergie-Standards erfüllt.
Mitten im Hof stehen Baumgruppen, die von grünen Inseln eingefasst werden. Die umlaufenden chaussierten Flächen schliessen an die bestehenden Gebäude an. Auf der offenen Seite zur Landschaft hin wird der Innenhof durch einen Zaun abgeschlossen, der das Geflecht der beiden Lauben wieder aufnimmt und weiterspinnt. Die Gebäudehülle bleibt weitgehend unangetastet. Zur energetischen Sanierung trägt wesentlich die gute Wärmedämmung des Dachstuhls, die Dämmung der Decke über dem Untergeschoss sowie der Ersatz der bestehenden Fenster durch Holzfenster mit Isolierverglasung bei. Der Wärmedurchgang der Fenster wird zudem durch innen liegende wärmegedämmte Futter vermindert. Mit diesen einfachen Massnahmen kann auf eine aufwändige Wärmedämmung des Mauerwerks verzichtet werden. Ausdruck und Charakter der Fassade bleiben vollständig erhalten. Gleichzeitig werden die Anforderungen des Minergie-Standards erfüllt.