Bilder →   1   2   3   4  
Umbau und Erweiterung Jugendherberge St. Alban
Umbau und Erweiterung Jugendherberge
St. Alban, Basel

Bauherrschaft: Schweizerische Stiftung für Sozialtourismus, Zürich

Kenndaten: Studienauftrag auf Einladung 2007 -- engere Wahl

Projektteam: Crispin Amrein, Ruth Giger, Heiko Schiller

Die Jugendherberge in Basel im St. Alban-Tal ist umgeben von einer älteren Baumbepflanzung, dem St. Alban-Teich und den Altstadthäusern. Die ehemalige Seidenbandfabrik Sarasin & Co., von Melchior Berri nach den Plänen von Christoph Riggenbach 1850/51 erbaut, wurde 1980 zur Jugendherberge vollständig umgebaut. Die malerische Atmosphäre und die Lage direkt am St. Alban-Teich sind das zukünftige Potential der Jugendherberge Basel.

Der neue Zugang führt über einen grosszügigen Steg direkt vom Maja Sacher-Platz zum Eingang. Dieser Brückenschlag über den Teich ist nicht nur Zugang sondern auch Aufenthaltsbereich. Die Jugendherberge wird stärker auf den Teich ausgerichtet. Die drei Obergeschosse erhalten eine neue identische Grundrisskonzeption. Der Anbau an das bestehende Gebäude beinhaltet alle neuen Doppelzimmer mit ihren Nassräumen. Das winkelförmige Volumen mit der mäanderartigen Abwicklung der Zimmer setzt einen markanten Abschluss der Herberge. Der Charakter des Neubaus wird bestimmt durch die vertikal ausgelegte, gestrichene Holzverkleidung der Fassade. Ein spezieller schindelartiger Effekt entsteht durch die miteinander verwobenen, überstülpten schmalen Bretter und den verschobenen Stössen. Die reliefartige Oberfläche gewinnt an Bewegung und wirkt durch das Schattenbild lebendig. Das Material ist eine städtebauliche Referenz an das ehemalige Gewerbequartier und den ursprünglich vorhandenen Anbau.